Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

WNA September 2016 - Letzte Seite

www.wirtschaft-neckar-alb.de 78 | Letzte Seite Ohrwurm gefällig? Alle lieben Maja Wer an die Zeichentrickserie „Biene Maja“ denkt, hat meist automatisch auch gleich den zugehörigen Titelsong von Karel Gott im Ohr – und ahnt nicht, dass der tschechische Schlager- sänger an seinem bekanntesten Hit so gut wie nichts verdient hat. Die Geschichte beginnt Mitte der 1970er-Jahre in München. Karel Gott ist auf der Durchreise, möchte eigent- lich nur einen Kaffee trinken gehen. Da trifft er zufällig auf einen Freund, den Komponisten Karel Svoboda, der gerade die Titelmusik für eine neue Kinderserie geschrieben hat. Er fragt Gott, ob er am Nachmittag schon et- was vorhabe; als dieser verneint, geht es direkt ins Tonstudio. Svoboda legt Karel Gott den Text vor, Gott singt ihn in einem Rutsch ein und zieht von dannen – ohne blassen Schimmer, ge- rade zwischen Tür und Angel seinen größten Erfolg aufgenommen und auf viel Geld verzichtet zu haben. Kein finanzieller Erfolg für Gott „Ich wurde nur für eine halbe Stunde Singen bezahlt“, erzählte Gott vor ei- nigen Jahren in einem Interview. „Ich habe nicht daran gedacht, irgendeine Option in den Vertrag aufnehmen zu lassen, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass mir das Lied irgendeinen Erfolg bringen würde.“ Der Rest ist schnell erzählt: Am 9. Sep- tember 1976 strahlt das ZDF die erste Folge „Biene Maja“ aus, Karel Gott schmettert den Titelsong aus dem Off. Die Serie wird ein Riesenerfolg und mit ihr der Titelsong. Ein Schlager, der sich bis heute wie kaum ein anderer in das kollektive Gedächtnis gleich mehrerer Generationen eingebrannt hat. Dass ihm durch die fehlende Vertrags- regelung viel Geld durch die Lappen gegangen ist, nimmt Gott, heute 77 Jahre alt und gerade von einer Krebser- krankung genesen, aber locker: „Wenn eine Riesen-Halle mit mir ‚Biene Maja‘ singt, ist das das beste Honorar.“ „In einem unbekannten Land, / Vor gar nicht allzu langer Zeit, / War eine Biene sehr bekannt, / Von der sprach alles weit und breit. / Und diese Biene, die ich meine, nennt sich Maajaaaa ...“ Grafik:shutterstock/VLADGRIN;NeonicFlower

Übersicht