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WNA September 2016

www.wirtschaft-neckar-alb.de 32 | IHK-Report Die regionale Wirtschaft erwar- tet mittelfristig einen Rückgang beim Handel mit Großbritannien. „Die politische Unsicherheit wird die größte Bürde für das Geschäft werden – völlig unabhängig davon, wann der Brexit nun kommt“, sag- te IHK-Präsident Christian O. Erbe bei der Sitzung der IHK-vollver- sammlung. Das Parlament der Unternehmerin- nen und Unternehmer sprach sich in der Diskussion dafür aus, Großbritan- nien nach der Entscheidung für den Brexit trotzdem möglichst eng an die Europäische Union und die Regeln des Binnenmarkts zu binden. Rund 400 Unternehmen aus der Region Neckar- Alb handeln regelmäßig mit Groß- britannien. Aus Sicht des IHK-Präsi- denten gilt es, Lehren aus dem Brexit zu ziehen. „Wir müssen auch bei uns mehr für die europäische Idee werben. Europa ist die Friedensunion, der In- begriff der offenen Grenzen und unser größter Markt“, so Erbe. Chancen geben In einer Zwischenbilanz beschäftigte sich die Vollversammlung mit dem Thema Flüchtlinge. IHK-Integrati- Brexit – was nun? Die IHK-Vollversammlung diskutierte den Ausstieg der Briten aus der EU. Linkes Bild: IHK-Vizepräsident Dr. Thomas Lindner und Präsident Christian O. Erbe. Rechtes Bild: Dr. Gunnar Pohl von der Deutsch-Britischen Auslandhandelskam- mer in London und Vollversammlungsmit- glied Dr. Steffen Ammann. onsberaterin Aleksandra Vohrer hat seit dem Frühjahr rund 50 Einzelge- spräche mit Flüchtlingen geführt, die geringen Förderbedarf und eine gute Bleibeperspektive haben. Die ersten konnten für Praktika in heimische Be- triebe vermittelt werden. „Es gibt die Bereitschaft der Wirtschaft, Flücht- lingen eine Chance zu geben. Das ist ermutigend, bei allen Schwierigkeiten, die es im Detail gibt“, sagte Christian O. Erbe. Als wichtiges Signal wertet der IHK-Präsident in diesem Zusam- menhang das gerade verabschiedete Integrationsgesetz. Es sieht die von der Wirtschaft geforderte „3+2-Re- gel“ vor. Das bedeutet: Flüchtlinge, die geduldet sind, können während ihrer Ausbildung bis zu drei Jahre und bei Weiterbeschäftigung nach der Ausbil- dung weitere zwei Jahre in Deutsch- land bleiben (siehe nächste Seite). Rücklagen Die Vollversammlung beschloss au- ßerdem, die Rücklagen der IHK neu zu ordnen. So soll die bisherige In- standhaltungsrücklage in Höhe von rund 7,6 Millionen Euro mit Blick auf den anstehenden Neubau der IHK- Zentrale als „Bau- und Instandhal- tungsrücklage“ weitergeführt werden. Die IHK bildet diese Rücklage, um In- vestitionen in Gebäude und Anlagen unabhängig von der jeweils aktuellen Beitragslage finanzieren zu können. „Als ordentliche Kaufleute haben wir seit einigen Jahren Vorsorge betrieben, um umfassend renovieren oder neu bauen zu können, und die konjunktu- rell guten Jahre genutzt“, so Erbe. Fer- ner entschied die Vollversammlung, die Liquiditätsrücklage in Höhe von 3,1 Millionen Euro aufzulösen und vollständig der Bau- und Instandhal- tungsrücklage zuzuführen. Die Liqui- ditätsrücklage war bisher vom Finanz- statut für die IHKs vorgeschrieben. IHK-SERvICE Dr. Wolfgang Epp, 07121 201-260, epp@reutlingen.ihk.de IHK-vollversammlung: Brexit, Flüchtlinge, Rücklagen Politische Unsicherheit als Bürde Dr. Wolfgang Epp, 07121201-260,

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