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WNA September 2016

Wirtschaft Neckar-Alb | September 2016 25Titelthema | Das Unternehmen Über VKT Medientechnik und Highspeed-Kameratechnik sind die beiden Standbeine des in 1983 gegründeten Pfullinger Unternehmens. VKT (Video Kommunikation GmbH Technisches Fernsehen) ist Anbieter von darstellenden Medien und bietet Kon- zepte rund um die Präsentationstechnik. Interaktiv und haptisch sei die Zukunft von Monitoren & Co in Besprechungs- und Schulungsräumen, meint Chefin Chris- tine Kermer, vernetzte Kommunikation sei das Schlüsselwort. Der Verleih und Verkauf von Highspeed-Kameras sowie der Service rund um die Kameras, die bis zu 2,1 Millionen Bilder pro Sekunde aufnehmen, ist das zweite Geschäft des Un- ternehmens. Die Aufnahmen finden Verwendung in Werbefilmen, Forschung und Industrie. Als exklusiver Distributor des japanischen Kameraherstellers Photron betreut VKT die Kunden im Bundesgebiet sowie in Österreich und der Schweiz. Die VKT GmbH beschäftigt 13 Mitarbeiter und erwirtschaftet mehr als vier Millio- nen Euro im Jahr. Von der Assistenz zur Chefin: Christine Kermer brachte es Dank Weiterbildung an die Spitze eines Technik-Unternehmens. die Ziele genau zu setzen. In ihrem Kurs sei sie ein „Oldie“ gewesen, das Lernen falle da bekanntlich schwerer. Ein Vorteil war jedoch, dass sie die Inhalte besser zu nutzen wusste. Weil ihr klar war, wozu sie gebraucht wer- den. „Ohne den Betriebswirt wäre ich nicht in dieser Position“, sagt Kermer, „ich habe gelernt, mich selbst zu or- ganisieren und vor allem gab mir die Weiterbildung die Vogelperspektive: einen Überblick über sämtliche Ge- schäftsbereiche eines Unternehmens.“ Ziel erreicht Gezögert hat sie dennoch, als das Angebot der Nachfolge kam. Traue ich mir das selbst zu? Wie reagieren die Kollegen? Wie die Kunden? „Be- sonders beim japanischen Geschäfts- partner habe ich vorher angeklopft“, berichtet die Kauffrau. Japan ist sehr patriarchalisch geprägt, eine Frau in Führungsposition noch immer die Ausnahme und mitunter weniger ak- zeptiert. Als sie vom Inselstaat eine diskrete Zustimmung vernahm, waren die Zweifel weggeblasen und das Ziel eines interessanten, anspruchsvollen Berufs erreicht. „Gerade im Bereich der Highspeed-Kameratechnik sind unsere Kunden so heterogen, dass ich mich fortlaufend in neue Themen ein- arbeiten kann“, berichtet Kermer, „ich schätze mich glücklich, so arbeiten zu können.“

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