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WNA September 2016 - Titelthema

www.wirtschaft-neckar-alb.de 20 | Titelthema Früher hieß es nach der Lehre, dass da einer „ausgelernt“ hätte. Das Wort wirkt längst wie aus der Zeit gefallen. Dabei ist es noch nicht lange her, dass viele dachten: Mit dem Ende der Ausbildung ist das Lernen vorbei. Was für ein Irrtum. Heute wissen wir: Wer im Beruf auf der Höhe der Zeit spielen will, muss immer wieder sein Wissen auffri- schen und sich neuen Themen öffnen. Das gilt für jeden Mitarbeiter und ei- gentlich auch für jeden Chef und jede Chefin. Systematisch lässt sich neues Wissen nur über eine Weiterbildung aneignen. Sie muss dabei das Funda- ment des eigenen Wissens erweitern und zugleich aufzeigen, wie sich das Neue im täglichen Geschäft anwen- den lässt. „Die Einstellung ist mittler- weile eine andere: Weiterbildung wird als gute Sache wahrgenommen und nicht als lästige Übung“, fasst Her- mann Dörrich, Bereichsleiter Weiter- bildung bei der IHK, die Entwicklung zusammen. Sie findet ihren Nieder- schlag auch in der Statistik: Die Zahl der Weiterbildungsstunden steigt seit Jahren bundesweit kontinuierlich an. Allein bei den Industrie- und Han- delskammern absolvierten im letzten Jahr über 300.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwei Millionen Un- terrichtstunden. Der Zuwachs kommt nicht von unge- fähr. Viele Unternehmen spüren, dass ihnen die Märkte und der Wettbe- werb immer mehr abverlangen. Da- für braucht man gute Leute – und die bildet man am besten gleich selber aus und später auch weiter. Der viel beschworene Fachkräftemangel drückt die Unter- nehmen merklich. Wie IHK-Analy- sen immer wieder zeigen: Vor allem Mitarbeiter mit technischem Hin- tergrund werden in Zukunft fehlen. Der Fachkräftemonitor der baden- württembergischen Industrie- und Handelskammern zeigt, dass in der Region eine Lücke von 3.000 techni- schen Mitarbeitern besteht. Bei In- genieuren und Informatikern beträgt die Lücke – rein statistisch natürlich – gerade einmal 500. Selbst im nächsten Konjunkturtief wird sich das Umfeld für technische Mitarbei- terinnen und Mitar- beiter nicht ändern, weil die Nachfrage in diesem Bereich, so die Projektion des Fachkräftemo- nitors, immer über dem Angebot lie- gen wird. Doch woher sollen Beschäftigte mit technischem Profil kommen? Der Ar- „Auch die technische Weiterbildung ist im Mit- telstand angekommen.“ Karriere und Weiterbildung Voll aufdrehen

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