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WNA September 2016

Wirtschaft Neckar-Alb | September 2016 15Aktuelles | KULTUR-STENO +++ lesebühne: Peter Sodann „Flüchtlingsgespräche – von Bertolt Brecht“ – 28. September – franz.K Reutlin- gen +++ lesebühne: Inge Jens „Langsames Entschwinden – vom Leben eines Demenzkranken“ – 29. Septem- ber – Osiander Reutlingen +++ comedy: Christoph Sonntag „Die Jubeltour“ – 29. September – Thalia Theater Albstadt +++ musik: Hattler – 29. September – franz.K Reutlingen +++ Schauspiel: „Zarah 47 – Das totale Lied“ – 30. September – Theater Tonne Reutlingen +++ musik: Tim McMillan (AUS) – 3. Oktober – Kino Atelier Tübingen +++ musik: Martin Turners Wishbone Ash (UK) – 3. Oktober – Kulturverein Glems +++ ausstellung: Ernst Ludwig Kirchner „Modelle, Akte & Kokotten“ – bis 3. Oktober – Stadthalle Balingen +++ auftakt: theater obenrum ganz frei  Geradezu christlich geht sie los, die neue Theatersaison. Aber keineswegs kreuzbrav, leise oder ohne Witz und Revolte. Mit dem Stück „Was bleibt“ widmet sich das Zimmertheater Tübingen der großen Sinnfrage im kleinen Rahmen. Was bleibt von uns, wenn wir nicht mehr sind, wie werden unsere Ur- enkel und die Welt uns sehen und wie denken wir selbst über die Vergangenheit nach? Die Schauspieler Nicole Schneider und Robert Arnold gehen all dem nach. In ihrer eigenen Biographie. Ein inszeniertes Interview über das Erinnern. Das Privatleben nach außen kehren entspricht ja ganz dem Zeitgeist, wenn auch nur aus Imagegründen. Riskiert wird meistens wenig. Hier werden die Hosen runtergelassen, Zeugnis abgelegt. Hallelujah (Premiere ist am 23. September). Auch in „Wie im Himmel“ geht es dar- um sich frei zu machen und Spuren zu hinterlassen: Der Stardirigent und workaholic Darius Daréus hat sich nach einem Herzinfarkt von der großen Bühne in sein Heimatdorf zurückgezogen. Schließlich wird er neuer Kantor des hiesigen Provinzchors. Der perfektionistische Profi und die Amateure – das birgt Dramatik. Doch zunächst herrscht Aufbruchstimmung. Alle Akteure, auch Daréus selbst, erwachen regelrecht aus dem ganzen Wust aus Konventionen und Leistungsdruck. Sie finden ihre eigene Stimme. Und provozieren damit freilich den Rest der Gemeinde. Der schwedische Film war 2005 ein Kassenhit, auf den sich Kritik und Publikum einigen konnten (über eine Million Besucher in Deutschland, eine Oscar-Nominierung). Die Bühnenfassung macht derzeit nicht minder Furore. Das LTT setzt also zum Saisonauftakt auf einen musikalischen Befreiungsschlag. Aus Shakespeare machte das Ensemble diesen Sommer schon ein halbes Musical und bewies famoses Gesangstalent. Jetzt dürfen sie gleich weiter- singen. Fürs Herz (Premiere ist am 25. September). Fotos:LeeSteel,JohnStanley,OlesyaShelomova-Fotolia.com

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