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WNA September 2016

Wirtschaft Neckar-Alb | September 2016 11Aktuelles | fatale logik Manche Diskussion der letzten Wochen erlebe ich wie einen Rückfall in alte Zei- ten. Zum Beispiel diese: Muss ein Land seine Grenzen abschotten und die ei- genen Märkte gegen Wettbewerber aus anderen Ländern schützen? Eigentlich dachte ich, diese Frage sei längst be- antwortet. Tatsächlich bekommt der Protektionismus derzeit wieder Auf- trieb – nicht nur weil US-Präsident- schaftskandidat Donald Trump offen damit flirtet. Auch hinter dem Brexit steht die Botschaft: Wir für uns und ja nicht für die anderen. Aber gibt es eigentlich gute Argumente für einen closed shop? Auf den ersten Blickmag die Idee ja eine gewisse Logik haben. Die heimischen Firmen erspa- ren sich lästige Konkurrenz. Das sichert ihren Bestand und damit auch Arbeits- plätze. Tatsächlich ist diese Sichtweise fatal. Wer sich nicht messen kann, weiß nicht, ob er überhaupt noch gut auf- gestellt ist. Das wäre ungefähr so als wenn bei den gerade beendeten Olym- pischen Spielen nur eine Nation teilge- nommen hätte. Die Wettbewerbsfähig- keit geht zurück und damit die Chance auf Geschäfte mit anderen Ländern. Am Ende ist man abgehängt: Firmen wie Beschäftigte bleiben auf der Strecke. Wer sein Land in die Krise schicken will, macht es genau so. Wer sich Wohlstand und Entwicklung wünscht, ist für offene Grenzen und fairen Handel. Das bleibt das Rezept der Gewinner. Christian O. Erbe, Präsident der IHK Reutlingen Das land baden-württemberg för- dert drei hochschulen in der regi- on, um mehr Start-up-Kultur auf den campus zu bringen. Rund 3,56 Millionen Euro erhalten die Hochschule Albstadt-Sigmarin- gen, die Hochschule Reutlingen und die Uni Tübingen mit ihren jeweili- gen Partner-Hochschulen. Mit den Projekten soll die Selbstständigkeit als mögliche Berufsperspektive stär- ker ins Bewusstsein gerückt werden. Das landeswirtschaftsministeri- um fördert das von der ihK reutlin- gen unterstützte Projekt „hammer 4.0“ mit über 280.000 euro. Es ging als einer von fünf Siegern aus einem Wettbewerb des Ministeriums zum Thema „Smart Home & Living“ hervor. Unter „Smart Home“ versteht man technische Verfahren in Wohn- räumen, die auf Basis vernetzter und fernsteuerbarer Geräte für eine Ver- besserung der Lebensqualität, Sicher- Zudem sollen sich Studenten und Ab- solventen in der Bearbeitung konkre- ter betriebswirtschaftlicher Fragestel- lungen üben können. Schon seit 2008 begleitet die IHK Reutlingen gezielt Existenzgründungen an den Hoch- schulen Reutlingen, Rottenburg, Alb- stadt-Sigmaringen und der Universität Tübingen. Allein 2015 wurden rund 700 Studierenden durch Gründungs- gespräche, Kurse und Workshops der IHK zu den relevanten Aspekten der Gründung erreicht. heit und Energieeffizienz sorgen. Ziel der Förderung ist laut Ministeriums- mitteilung eine stärkere Kooperation zwischen den verschiedenen Gewer- ken und Planern, die sich mit Smart Home & Living beschäftigen, um bran- chenübergreifende Geschäftsmodelle besser umzusetzen. „Hammer 4.0“ soll anhand von Bauprojekten der Evan- gelischen Heimstiftung Stuttgart die Zusammenarbeit zwischen Handwer- kern, Pflegeeinrichtungen und Ehren- amtlichen erproben. rückenwind für gründungen an hochschulen und unis geld für Start-up-Kultur wettbewerb „Smart home & living“ förderung für „hammer 4.0“ Foto:loreanto-Fotolia.com

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