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WNA Juni 2016

www.wirtschaft-neckar-alb.de 8 | Aktuelles Fläche schaffen Der Verein Tübinger Wirtschaft for- dert eine Nutzung des Gebiets Au- Brunnen für Industrie und Gewerbe. Nach Einschätzung des Vereins sei der Au-Brunnen wegen seines Zuschnitts und der Lage ideal geeignet und besitze eine optimale Verkehrsanbindung am östlichen Stadtrand. Der meiste Indus- trieverkehr würde laut Mitteilung so aus dem Stadtgebiet herausgehalten. Außerdem verbrauche man beim Au- Brunnen keine wertvollen Wohnbau- oder Freizeitflächen. Sonne tanken Während die Gäste im Tübinger Frei- bad auf den Liegeflächen Sonne tan- ken oder im kühlen Nass ein paar Bahnen kraulen, laden ihre Smart- phones, MP3-Player oder Tablet-PCs einige Meter weiter saubere Energie. Wie das geht? Einige Schließfächer ha- ben seit dieser Saison eine eingebaute Ladestation. Der Strom dazu kommt direkt aus der Photovoltaikanlage. Das Besondere: Die Idee entstand im Zuge eines Azubiprojekts bei den Stadtwer- ken Tübingen. Brücken bauen Ganz praktische Brücken bauen der- zeit die Uni Tübingen und die Hoch- schule Reutlingen. Im Rahmen einer neu ins Leben gerufenen Kooperation zur intelligenten Prozess- und Ma- terialentwicklung ist Professor Marc Brecht künftig an beiden Hochschulen aktiv und sorgt so dafür, dass Promo- vierende in Chemie und Physik ge- meinsam forschen. Werkstoffe, Pro- zessanalytik und intelligente Fertigung stehen im Fokus der Forschung. RANDNOTIZ Tatort Region Das Böse war schon da Zum Glück: Echter Mord in der Re- gion ist selten. Literarisch wird hingegen gerne gemeuchelt und um die Ecke gebracht. So viel, dass sich die Redaktion schon fragt: Lebt da draußen noch einer? Ein Tanzfest in Tübingen endet mit einem toten Trommler. In einer Au- towerkstatt unweit der Unistadt liegt der Kfz-Meister fast erledigt in seinem Blut. Und an einem Weiher im Ermstal finden Ermittler eine Frauenleiche. Heimische Autoren lassen sich einiges einfallen, um Mitmenschen umzu- legen – und das ist nur eine Auswahl aus zuletzt erschienenen Krimis von Ulrike Mundorff, Sybille Baecker und Tanja Bechtel. „Regionalkrimis sind dann gut, wenn sie auch ohne Regio- nalbezüge gute Krimis wären“, sagt Ti- tus Häussermann, Chef des Tübinger Silberburg-Verlags, der neben anderen im Genre zu Hause ist. Die Geschichte muss lokal sein Das Böse kommt auf leisen Sohlen und bringt trotzdem noch Lokalkolo- rit mit. Das ist oft mindestens so wich- tig, wie der fast perfekte Mord, erklärt Häussermann den Erfolg der regiona- len Krimis. „Der Leser muss denken können: Ach, da war ich doch erst gestern. Am besten ist es immer, wenn der Plot lokalspezifisch ist.“ Wer sich umschaut, findet nicht we- niger als zwei Dutzend Autorinnen und Autoren, die zwischen Balingen und Reutlingen morden und natürlich aufklären lassen. „Regionale Krimis sind oft nicht so brutal“, beobachtet Uschi Kurz, die von sich selbst sagt, nur „schöne Leichen zu produ- zieren.“ Die Journalistin kam vor fünf Jahren als Autorin zum Krimi. In diesem Sommer kommt ihr zweiter auf den Markt. Da- bei wird ein Stalker eine Rolle spielen. „Zum Mord kommen in den regiona- len Krimis oft eine gesellschaftliche Dimension oder seelische Abgründe.“ Doch was fasziniert uns Leser gerade daran? Ist es Neugierde oder gar Vo- yeurismus? „Ich glaube, dass Krimis insgesamt so erfolgreich sind, weil Gewalt und Verbrechen so weit weg sind von unserem Alltagsleben“, sagt Häus- sermann. Er könnte recht haben: In 2014 gab es laut Polizeistatistik in der Region Neckar- Alb ganze 23 Fälle von Mord und Tot- schlag. 18 wurden aufgeklärt. Fotos: duesselmax - Fotolia.com, BESTGREENSCREEN - Fotolia.com

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