Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

WNA Juni 2016 - Aktuelles

www.wirtschaft-neckar-alb.de Die Puristen rümpfen darüber die Na- sen, die Masse mag’s: Public Viewing, vulgo Rudelglotzen. So was wie Sta- dionatmosphäre atmen oder einfach nur im Freien vor der Großbildlein- wand abfeiern. Und was war das für eine Feier vor zwei Jahren, nach dem deutschen Sieg im Finale der Fußball- WM. Auch in der Uni-Stadt Tübingen: rund 3.000 am Anlagenpark, 1.400 am Schlachthof, maximale Ausschöpfung der Public-Viewing-Kapazitäten, eine bis in die Morgenstunden zum Bers- ten volle Eberhardsbrücke, Fahnen, Feuerwerk und Gejohle. Am 10. Juni startet nun die Fußball-EM in Frank- reich – doch die Stimmung im Vorfeld ist gedämpft. Einige Städte wie Tü- bingen, Reutlingen, aber auch Stutt- gart oder Ulm verzichen auf zentrale Groß-Events. Der Trend geht offenbar zu kleineren und mittleren Übertra- gungsgelegenheiten. Spiel auf Sicherheit Ein möglicher Faktor dafür sind die Terroranschläge in Paris, die im Zu- sammenhang mit Großveranstaltun- gen wie der Fußball-EM weitreichend zu Verunsicherung führen. Ein worst- case-scenario ist, dass Spiele aus Si- cherheitsgründen kurzfristig abgesagt und verlegt werden könnten, was Pu- blic Viewing im größeren Stil fast un- möglich macht. Das zumindest ist die offizielle Begründung des Veranstal- ters für die Absage am Anlagenpark in Tübingen. „Bei unseren Sponsoren kam die Stimmung pro Fußball ein- fach nicht wie gewünscht in die Gän- ge. Das finanzielle Risiko ist diesmal, bei der Option von Spielabsagen, zu groß. Auch für uns: Ohne Sponsoren können wir so ein Event nicht stem- men“, sagt Alexander Stangl, Vorstand von Tügast, einer Vereinigung von Tü- binger Gastronomen. Die Weltmeis- ter-Euphorie, sie scheint sich nicht gehalten zu haben. Das ist die andere mögliche Ursache. Schon bei der letz- ten EM 2012 hat Tügast laut eigenen Schland-Fieber? Fußball-EM und Public Viewing Es ist wieder so weit: Großes Fußballturnier, große Gefühle, Public Viewing, Autokorso. Auch Tübingen ist auf das Spektakel vorbereitet. Bei aller Routine will bislang allerdings noch nicht so richtig Party- Euphorie aufkommen. „An normalen Wochen- enden gehtʼs härter zu.“ Rainer Kaltenmark, Ordnungsamt Fotos: Nasowas, ollo - iStock.com

Übersicht