Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

WNA Juni 2016

31 Wirtschaft Neckar-Alb | Juni 2016 IHK-Report | Der Brexit und die regionalen Folgen Trennen sich die Wege? Die IHK sorgt sich über die Folgen eines möglichen Brexits. „es wäre ein herber rückschlag, wenn wir für Lieferungen nach Großbritannien künftig wieder Aus- fuhrdokumente aus- füllen und Zollvor- schriften beachten müssten“, sagt Hei- ko Müller, vorsitzender des IHK- Außenwirtschaftsausschusses. Der Brexit, der „British exit“, schwebt über der Europäischen Union. Was wäre, wenn die Briten tatsächlich am 23. Juni für einen Austritt stimmen würden? Das Vereinigte Königreich wäre dann wieder ein Drittstaat wie beispielsweise die Schweiz. Sämtliche Handelsprivilegien der EU-Mitglied- staaten wie Zollfreiheit, freier Kapi- talverkehr, Freizügigkeit und Nieder- lassungs- und Dienstleistungsfreiheit fielen weg. Die Folgen würden bis in die Region hinein spürbar werden. „Großbritannien ist gerade ein Markt für kleinere Firmen. Sie würden es schwer haben, die zusätzliche Bürokra- tie zu bewältigen, und sich vielleicht zurückziehen“, befürchtet Müller. Großbritannien läuft gut Für baden-württembergische Unter- nehmen ist Großbritannien bislang ein heimlicher Star im Exportgeschäft. Seit Jahren entwickeln sich die Expor- te überproportional gut und bei der Abwicklung kommt es kaum zu Pro- blemen. In Zahlen: 6,3 Prozent aller Exporte aus Baden-Württemberg ge- hen mittlerweile auf die Insel, zuletzt waren das Waren im Wert von rund 195 Milliarden Euro. Das Vereinigte Königreich ist in der Liste der wichtigsten Auslandsmärkte im Land auf Rang sechs. „Wenn sich Großbri- tannien isoliert, muss mit einem doch er- heblichen Rückgang der Im- und Exporte gerechnet werden“, sagt Martin Fahling, Bereichsleiter Inter- national bei der IHK. Vor allem der Automobilsektor wäre betroffen. Er stellt derzeit den größten Anteil an den Exporten. Wäre Großbritannien nicht mehr Teil des EU-Binnenmarkts, wäre dies für heimische Unternehmen auch ein direkter Kostenfaktor. Sie müssten wieder Zölle entrichten und andere Standards und regulatorische Anfor- derungen berücksichtigen. Außerdem wäre ein Freihandelsabkommen zu verhandeln. IHK-ServIce Martin Fahling, 07121 201-186, fahling@reutlingen.ihk.de Foto: JEGAS RA - Fotolia.com Anzeige ___ Martin Fahling, 07121201-186,

Übersicht