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WNA Mai 2016

Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2016 7 7 Dr. Wolfgang Epp, Hauptgeschäftsführer der IHK Reutlingen Aktuelles | Schlagzahl bei Fahrten in Richtung Großbritannien in unserer Planung runtergesetzt“, so Kaiser, „das Risiko einer Fehlkalkulation ist zu groß.“ Speditionsleiter Udo Futter, Hase- nauer und Koch, Reutlingen, kann von Störungen durch Grenzkontrol- len vor allem in Salzburg berichten. Tendenziell ist dort die Situation für Spediteure wieder besser. In Rich- tung der Benelux-Länder hingegen werde durch den Terroranschlag in Brüssel derzeit stark durchleuchtet. „Das lässt sich natürlich schwer ein- kalkulieren“, sagt Futter. Zusätzlich mache die seit dem 1. April einge- führte Maut dem Unternehmen zu schaffen, fehlerhafte Technik und Proteste seitens heimischer Fah- rer verlängern die Fahrzeiten. „Die Frage ist doch, wer das am Ende be- zahlt“, mahnt Futter. Auch Busunternehmen bekommen die Situation zu spüren. Hier ist der Hotspot Calais–Dover abermals zu nennen. „Immer wieder müssen die Busreisenden aussteigen und zu Fuß den Zoll passieren, der Gepäck- raum wird komplett untersucht, seit Jahren und in vermehrtem Ausmaß“, so Gabriele Vöhringer, Omnibus-Reisen Vöhringer GmbH in Lichtenstein-Holzelfingen, „das führt natürlich zu unangenehmen Situationen. Bislang blieb das Bus- unternehmen von Grenzkontrollen in Richtung Österreich verschont, aber auch deshalb, weil die Fahrer längere Wege in Kauf nehmen und Landstraßen nehmen statt kont- rollintensivere Autobahnen. „Nur so können unsere Chauffeure ihre Lenk- und Ruhezeiten einhalten“, so Vöhringer. Zu den geplanten Kontrollen am Brenner seitens der Österreicher sagt die Unternehme- rin: „Dann nehmen wir eben den Reschenpass.“ Die sechs regionalen Fernsehsender aus Baden-Württemberg verabschie- den sich aus der analogen TV-Welt. Laut Landesanstalt für Kommunikati- on (LFK) fahren die Sender seit dem 26. April ihre Analog-Ausstrahlung im Kabel zurück und konzentrieren sich auf einen neuen Programm-Block von 18 bis 20 Uhr auf dem Kanal von Tele 5. Ihre bisherigen Programme im analo- gen Kabel fallen weg. Mit zu den sechs Sendern gehört auch RTF.1, der in den drei Landkreisen der Region Neckar- Alb zu sehen ist. In einem zweiten Schritt werden die regionalen Sender ab September jeweils auch ein hoch- auflösendes kostenfreies HD-Angebot zeigen. Laut aktueller LFK nutzen nur noch 15 Prozent der Kabelhaushalte die analogen Programmangebote. Regionales Fernsehen Kabel ade Zufriedenheit im Beruf Firma ade Nur jeder zweite Angestellte in Deutschland ist mit seinem Job zufrie- den, fast ebenso viele würden in den kommenden zwölf Monaten wechseln (44 Prozent). Laut Umfrage des Per- sonaldienstleisters Man-Power gibt es viele Gründe für die Unzufriedenheit. So bemängeln 87 Prozent der Befrag- ten, dass es bei ihrem aktuellen Ar- beitgeber keine professionelle Karri- ereförderung gibt. In zwei Drittel der Firmen finden keine regelmäßige Per- sonalgespräche oder Weiterbildungen statt. Auch um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist es laut Umfrage schlecht bestellt: 73 Prozent der An- gestellten bewerten ihren Arbeitgeber als nicht familienfreundlich. Flexible Arbeitszeiten für Mitarbeiter mit Kin- dern gibt es in über 70 Prozent der Fir- men nach wie vor nicht. Steuern sparen Die Panama-Papers haben für großes Aufsehen gesorgt. Einmal wieder ha- ben große Namen und viele andere mit mutmaßlich dubiosen Methoden ihr Vermögen gemehrt. Ob sie sich schul- dig gemacht haben, ist längst nicht er- wiesen und wird sich nur klären, wenn hiesige Steuerbehörden prüfen konn- ten, ob die Erträge aus Panama korrekt versteuert wurden. Sie werden sagen: Was hat das jetzt mit mir zu tun? Leider jede Menge! Erneut hat Otto Normalbürger den Eindruck, dass sich die da oben bereichert und bedient haben. In den Topf der tatsäch- lich Schuldigen werden leider immer wieder gerne Unternehmerinnen und Unternehmer geworfen. Es gilt der qua- si gesellschaftliche Generalverdacht: Erfolgreiche Menschen werden im Di- ckicht der kaum durchschaubaren Re- gelungen schon nachgeholfen haben. Der Eindruck darf nicht unwiderspro- chen stehen bleiben. Wir müssen deutlich machen: Es sind nur einige wenige, die im großen Stil Steuern hin- terziehen. Das falsche Bild werden wir nur lösen, wenn wir einfachere Regeln im Steuerrecht erreichen. Diese Forde- rung ist alt und doch vor dem Hinter- grund von Daten-CDs und Steueroasen aktueller denn je. Ich träume nicht vom Bierdeckel, diesen wird es nicht geben, und doch braucht unser Steuersystem mindestens 20 Prozent weniger Rege- lungen. Insofern wäre Panama der An- fang eines großen Steuersparmodells.

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