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WNA Mai 2016

www.wirtschaft-neckar-alb.de WIRUNTERNEHMEN WNA-Serie WIR UNTERNEHMEN In dieser Serie stellt die Redaktion kleine Firmen aus der Region Ne- ckar-Alb und ihr Tagesgeschäft vor. Pflegepädagogin Karin Rimpf führt seit drei Jahren die Geschäfte von GuK – Gesund- heits- und Krankenpflege in Reutlingen- Ohmenhausen. Foto: Privat Gut versorgt und selbstbestimmt im eigenen Zuhause wohnen kön- nen. Das ist der Wunsch vieler al- ter, kranker oder behinderter Men- schen. Ambulante Pflegedienste machen es möglich – so wie der von Karin Rimpf in Reutlingen-Oh- menhausen. Jeden Morgen düst eine Flotte von vier weißen Kleinwagen los. Rund 60 Pati- enten warten auf Karin Rimpf und ihr 15-köpfiges Team, darunter auch eine Auszubildende. Waschen, Frühstück richten, Tabletten geben, Einkäufe erle- digen, Ansprechpartner sein. Die Liste der Aufgaben ist lang und die Zeit viel zu kurz. Vor drei Jahren machte sich die 52-Jährige mit einem ambulanten Pflegedienst selbstständig. Und bereut dies trotz 14-Stunden-Tagen nicht. „Ich pflege unheimlich gerne“, beschreibt sie ihre Motiva- tion, „zu sehen, wie beispielsweise Wunden wieder verheilen, solch kleine Erfolgserlebnis- se erfüllen mich mit Zufriedenheit. Ich bekomme sehr viel zurück.“ Als die beiden Söhne im Jugendalter waren, entschloss sich die gelernte Krankenschwester, ein Studium zu beginnen. Mit dem Pflegepädagogik- Diplom in der Tasche, brachte sie ihr Steuerberater auf die Idee, einen Pfle- gedienst zu gründen. Private Anbieter sind im Kommen, immer mehr Men- schen brauchen Unterstützung im Al- ter. „Wir haben mehr Anfragen, als wir Patienten aufnehmen können“, berich- tet Rimpf, „uns fehlt geeignetes Perso- nal, um weiter wachsen zu können.“ Allein Sachkenntnisse reichen nicht aus, um eine Pflegekraft zu sein, die sich mit Würde und Sensibilität der mit oft schambesetzten Themen annimmt. Im- merhin müssen die Patienten intimste Einblicke in ihr Leben gewähren. „Wir brauchen alle Sinne sowie Hand, Herz und Kopf für unsere Arbeit“, sagt Karin Rimpf, „man kann manchmal riechen, ob mit jemanden etwas nicht stimmt.“ Beruflich wie auch privat begleitet sie das Thema Demenz. In Schulungen gibt sie ihr Wissen pflegenden Angehö- rigen weiter. Wie geht es nach der Dia- gnose weiter? Wie kann ich helfen? Ka- rin Rimpf organisiert Gesprächskreise für betroffene Angehörige, die dankbar sind „einfach mal reden zu können.“ Derzeit macht sie eine Fortbildung, um Schwerkranke besser begleiten zu kön- nen. „Ohne ein gutes Netzwerk geht es nicht“, weiß die Pflegeexpertin, „An- gehörige, Hausärzte und Pflegedienst „Lebensqualität zu schaffen und bewahren ist unsere Motivation.“ Karin Rimpf müssen miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten, damit schwer- kranke Menschen möglichst schmerz- frei in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können.“ Ambulanter Pflegedienst Mit Herz, Hand und Kopf Foto: Photographee.eu

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