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WNA Mai 2016

www.wirtschaft-neckar-alb.de 36 | IHK-Report viele Unternehmen erschließen Auslandsmärkte nicht selbst, son- dern setzen vertriebspartner vor Ort ein. Allerdings werden rechtli- che und steuerliche Aspekte gerne ausgeblendet. Aus diesem Blind- flug kann böses Erwachen folgen. Die IHK-veranstaltung am 1. Juni klärt auf, wie man es richtig macht. Am Ende wird es teuer, weil vom ver- dienten Geld wenig übrig bleibt. Und der Grund ist immer der gleiche: Die Vertragsgestaltungen waren nicht ein- deutig. So behaupten einfache Ver- mittler, sie seien Exklusivvertreter ge- wesen und bekämen für alle im Land getätigten Geschäfte Provision und fordern hohe Ausgleichsforderungen. Oft kostet die Trennung vom Han- delsvertreter einen Gutteil dessen, was vorher auf dem ausländischen Markt als Deckungsbeitrag vom Unterneh- men erwirtschaftet wurde. Besonders schlimm sind Vereinbarun- gen mit ausländischen Vertriebspart- nern „auf Handschlag“. Viele Unter- nehmer wissen nicht, dass damit die Vertrieb und Arbeitnehmereinsatz Doing Business im (EU-)Ausland Dr. Christian Lindner von der Kanzlei Voelker & Partner und Sinja Pfeifer, von der Steuerberatungsgesellschaft Klaiber werden aufzeigen, wie man Vertriebsaktivitäten im Ausland mit lo- kalen Partnern vertraglich strukturiert. Sie werden die Besonderheiten in der Zusammenarbeit mit Vermittlern sowie Händlern beleuchten. Daneben wer- den Vertriebsaktivitäten im Ausland thematisiert, die von eigenen Mitarbei- ter vor Ort durchgeführt werden. Hier geht es vor allem um Arbeitnehmerent- sendung aus steuerlicher Sicht und die Frage, wann im Ausland eine Dienst- leistungsbetriebsstätte entsteht. Ter- min: 1. Juni, 9 bis 12.30, im IHK-Forum Reutlingen. 75 Euro für Mitglieder, 90 Euro für Nicht-Mitglieder. Anmeldun- gen: glaser@reutlingen.ihk.de Rechtsordnung des betreffenden Lan- des gilt. Mit dem Handschlag gelten die dortigen, für den Vertriebspartner viel vorteilhafteren rechtlichen Rege- lungen. Auch für „Handschlag statt Vertrag“ gilt: Firmen haben dafür schon viel Lehrgeld gezahlt. Spontane Personaleinsätze Bei der IHK-Veranstaltung „Doing Business im (EU-)Ausland – Ver- triebsvereinbarungen und Einsatz ei- gener Arbeitnehmer in anderen Staa- ten“ mit den Experten von Voelker & Partner wird es auch darum gehen, wie man Mitarbeiter bei kurzfristigen und oft spontanen Einsätzen richtig ins Ausland schickt. Vor allem die gesetz- lichen und sozialversicherungsrecht- lichen Rahmenbedingungen werden oft außer Acht gelassen. Übersehen wird dabei, dass durch diese Perso- naleinsätze, manchmal sogar schon bei Zusammenarbeit mit Vermittlern, eine Vertreter- oder Dienstleistungs- betriebsstätte begründet wird. Die vertraglichen Regeln müssen das be- rücksichtigen, sonst kann auch hier der Schaden groß werden. Foto: Robert Wilson - Fotoli.acom Doing Business im (EU-)Ausland am 1. Juni Böses Erwachen im Auslandsvertrieb

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