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WNA Mai 2016

Wirtschaft Neckar-Alb | Mai 2016 23 Titelthema | sie, und Liebe zum Produkt. „Ich esse nach wie vor jeden Tag Nudeln.“ „Wir wollen weiter wachsen“, kün- digt Daniela Eberspächer-Roth an, „wir haben genügend Kapazität am Standort.“ Die geschäftsführende Ge- sellschafterin der Profilmetall GmbH übernahm 1999 gemeinsam mit ihrem Mann Manfred Roth den Betrieb und modernisierte ihn. Gegründet 1975 in Aidlingen bei Stuttgart, zog das Un- ternehmen 1990 nach Hirrlingen. Seit 2009 gibt es mit der Übernahme eines fränkischen Maschinenbau-Unter- nehmens einen weiteren Standort in Marktheidenfeld. Mit rund 100 Mit- arbeitern erzielte die Unternehmens- gruppe in 2015 einen Umsatz in Höhe von rund 17 Millionen Euro. Auf Wachstumskurs braucht das Un- ternehmen gute Beschäftigte. „Mein Ziel ist es, Mitarbeiter weiter zu qua- lifizieren“, sagt die 51-Jährige, „das erfordert Gespür für jeden einzelnen“. Das Thema Mitarbeiterführung und -entwicklung ist Eberspächer-Roth wichtig, sie hält regelmäßig Vorträge zum Thema und wählt ihre Worte mit Bedacht. „Ich sehe bevorzugt Chan- cen und Potenziale, auch in den Men- schen“, sagt sie, „je- den Tag achte ich auf Talente, welche sich in gute Ergeb- nisse umsetzen lassen. Bei der Füh- rung von Mitarbeitern gibt es keine Standardlösung. Worin bin ich gut? Was ist meine Stärke? Das muss sich jeder Mensch fragen, der erfolgreich sein will. Auch jedes Unternehmen.“ Auch in ihre eigene Ausbildung in- vestierte die Geschäftsfrau. Als klar wurde, dass sie bei Profilmetall einstei- gen wird, machte sie ein zweijährige Metallfacharbeiter-Ausbildung – mit Ende 30. „Ich habe BWL studiert, in einem Steuerbü- ro gearbeitet. Als Papiertiger und Frau schaffte ich mir mit prakti- schem Wissen im Metallbereich Akzeptanz, davon habe ich sehr pro- fitiert“, erinnert sie sich. Praktische Erfahrung ist ihr seitdem so wich- tig, dass auch alle kaufmännischen Auszubildenden bei Profilmetall in der Profilher- stellung anfangen. „Ohne technisches Verständnis kann man keine tech- nischen Produkte verkaufen“. Als Unternehmerin braucht Daniela Eberspächer-Roth Mut und Gelassen- heit, muss mit Menschen und Geld um- gehen können und sich selbst von allen am besten kennen. „Kommunikation ist dann das Krön- chen obendrauf“, meint sie. Zu einem positiven Arbeits- klima gehört für sie unbedingt eine offene Kommunikationskultur dazu. „Wir reden offen und wertschätzend miteinander. In Besprechungen zählt jede Stimme. Jeder Mitarbeiter muss sich beachtet, gebraucht und wertge- schätzt fühlen, dass ein Unternehmen Erfolg haben kann.“ Und wenn etwas schiefläuft? „Dann hilft Humor“, sagt die Chefin lachend, „zum Glück geht es bei uns nicht um Menschenleben. Feh- ler dürfen passieren.“ Schon als Kind mit einer Extraporti- on Energie ausgestattet, überschritt Eberspächer-Roth schon in jungen Jahren gerne Grenzen. Eine Eigen- schaft, die ihr als Unternehmerin auch heute noch hilft. „Grenzen überschrei- ten gehört dazu – aber ich muss die Grenzen kennen und Respekt bewah- ren. Als Partner mit Profil entwickeln wir Produkte, welche es ohne uns am Markt nicht geben würde. Da braucht es Vorstellungskraft, Gestaltungs- wille, aber auch Risikobereitschaft.“ Leicht einzuordnen sei sie nicht, sagt die Unternehmerin über sich selbst. Dazu passt, dass ihr eigentlicher Be- rufswunsch Landwirtin war. Aus den Kühen im Stall ist nun eben Metall in einer Fabrik geworden. Dass ihr Leben eine andere Wendung nahm, stört sie nicht. „Mit Profilmetall habe ich einen Raum gefunden, wo ich meine Kreati- vität einbringen kann.“ „Was ist meine Stärke? Das muss sich jeder Mensch fragen, der er- folgreich sein will.“ Daniela Eberspächer-Roth Daniela Eberspächer-Roth steht an der Spitze von Profilmetall. Foto:PR

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