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WNA Mai 2016

www.wirtschaft-neckar-alb.de 22 | Titelthema Respekt, Durchhaltevermögen, Kreativität: WNA sprach mit Irmgard Freidler und Daniela Eberspächer-Roth über das Rüstzeug für eine er- folgreiche Unternehmensführung. Frauen an der Spitze Erfolgsrezepte Sternchen, Schleifchen, Spiralen: Alb- Gold kann sie alle. Der Teigwaren- hersteller in Trochtelfingen stellt über 150 Nudelsorten her, jährlich kom- men neue dazu. „Wir sind nicht von wenigen großen Händlern abhängig, deshalb können wir ein sehr spezielles, breitgefächertes Sortiment anbieten“, sagt Irmgard Freidler. Seit dem plötzli- chen Tod ihres Mannes Klaus Freidler vor sechs Jahren führt sie gemeinsam mit ihren Söhnen Oliver und André die Geschäfte des Teigwarenherstel- lers in Trochtelfingen. Schon zuvor im Unternehmen tätig, war es selbstver- ständlich, dass die Familie im Sinne des verstorbenen Firmenchefs weiter- macht. „Ich hatte größten Respekt vor dieser Aufgabe“, sagt die 56-jähri- ge Firmenchefin rückblickend, „ m itt l e r we i l e schlafe ich aber wieder gut und traue mich, un- abhängig meine eigenen Visionen für das Unterneh- men zu entwi- ckeln.“ Die Struk- turen änderten sich, einzelne Ab- teilungen erhiel- ten mehr Verant- wortung und die Söhne, damals beide frisch mit dem Studium fer- tig, wurden suk- zessive in die Ge- schäftsführung eingearbeitet. Der Umstruktu- rierungsprozess gelang gut. Das Familienunterneh- men wuchs in den vergangenen Jahren stetig, der Umsatz liegt bei rund 80 Millionen Euro. Etwa 420 Mitarbei- ter werden beschäftigt, am Stamm- sitz Trochtelfingen rund 180. Weitere Standorte sind in Spaichingen und im sächsischen Riesa. Das macht die „Ich esse nach wie vor jeden Tag Nudeln.“ Irmgard Freidler Irmgard Freidler ist geschäftsführende Gesellschafterin der Alb-Gold Gruppe. Foto:PR Alb-Gold Gruppe zum zweitgrößten Nudelhersteller Deutschlands. Rund 50 Tonnen Spätzle und Nudeln verlas- sen jeden Tag allein das Werk auf der Alb. Das soll auch zunächst so bleiben. „Der Markt ist endlich“, sagt Freidler, die selbst aus einer Unternehmerfa- milie stammt, „die Teigwarenbranche ist hart umkämpft. Unsere Kapazität reicht, die wollen wir gewinnbringend auslasten.“ Der aktuelle Fokus liegt auf der Sicherung der Rohstoffe für die Nudelproduktion - vornehmlich aus Deutschland. Außerdem werden die Aktivitäten rund um die Nudel stetig ausgebaut: Gläserne Produktion, Re- staurant, Landmarkt, Kräutergarten und ein Kochstudio. „Dies hilft uns die Marke weiter bekannt zu machen“, sagt Freidler. Die Kunden wollen wis- sen, wie die Nudel produziert wird, jährlich kommen zirka 300.000 Be- sucher ins Kundenzentrum auf der Schwäbischen Alb. Der Unternehmerin ist es wichtig, auch außerhalb des Geschäfts aktiv zu sein. Sportlich und kulturell un- terwegs, tankt sie Kraft für kommen- de Aufgaben. „In Gesprächen erfahre ich immer wieder neue Standpunkte“, erzählt Irmgard Freidler, „um die ei- gene Richtung zu überprüfen, braucht es Impulse von außen.“ Obwohl Alb- Gold ständig neue Nudelsorten wie die jüngste glutenfreie Linie auf den Markt bringt, setzt die Chefin darauf, den Bestand zu pflegen und Erreichtes zu hinterfragen. Durchhaltevermögen sei erforderlich für den Erfolg, meint

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