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WNA Juni 2015

Wirtschaft Neckar-Alb | Juni 2015 55Berlin & Brüssel | Info & Praxis | europa-news Volle förderung 827 kleine und mittlere Unternehmen aus der EU haben bisher mehr als 255 Millionen Euro an Fördermitteln aus dem Forschungs- und Innovations- programm „Horizont 2020“ erhalten. In der letzten Ausschreibungsrunde wurden 387 Firmen gefördert und das mit einer Summe von 131 Millionen Euro. Auch 34 deutsche Unternehmen wurden finanziell unterstützt, um ih- ren innovativen Ideen den Weg aus der Forschung hin zum Markt zu bereiten. Schneller ruf Das automatische Notrufsystem eCall wird ab 2018 in allen neuen Pkw-Mo- dellen in der EU zur Pflicht. Es ruft bei einem Unfall automatisch den Notruf 112 an. Der schnell erfolgte Hilferuf soll nach Angaben der EU-Kommission die Zahl der Unfalltoten um zehn Prozent reduzieren. Es werden bei dem An- ruf nur Daten zu Unfallort, Zeitpunkt, Insassenzahl und Treibstoffart des Fahrzeugs weitergegeben. Diese Daten werden fortlaufend gelöscht, um keine Bewegungsprofile erstellen zu können. Alte Lampen Halogenlampen der Energieeffizienz- klasse „D“ werden erst ab September 2018 und damit zwei Jahre später als vorgesehen vom Markt genommen. Ursprünglich sollten sie im September 2016 zu Gunsten von LEDs vom Markt genommen werden. Der Grund für die Verlängerung: Hersteller sollen mehr Zeit haben, sich auf den Marktaustritt vorzubereiten und gute Alternativen zu entwickeln. Mit dem Drei-Punkte-Sofortpro- gramm „Migration und Berufliche Bildung“ setzt sich der DIHK für eine bessere Integration von Zuwanderern und Flüchtlingen ein. Junge Menschen aus Nicht-EU-Ländern sollen leichter für eine Ausbildung nach Deutschland kommen und ausländische Studien- abbrecher unkompliziert eine Aus-bil- dung aufnehmen können. Flüchtlinge, die hier einen Ausbildungsvertrag ab- schließen, müssen zumindest für die dreijährige Ausbildung und eine zwei- jährige Anschlussbeschäftigung sicher vor Abschiebung sein. Das Drei-Punk- te-Sofortprogramm bildet die zentrale Forderung des vom DIHK vorgelegten Maßnahmenbündels zur Fachkräftesi- cherung. Das Gutachten der Expertenkommis- sion zur „Stärkung von Investitionen in Deutschland“ liegt frisch auf dem Tisch von Wirtschaftsminister Sig- mar Gabriel. Die Autoren um DIW- Chef Marcel Fratzscher fordern ins- besondere „Mindestinvestitionen“ der öffentlichen Hand in Höhe der Ab- schreibungen. Zudem muss der Staat seine Überschüsse für Investitionen verwenden. Nach DIHK-Einschätzun- gen gibt es derzeit einen Investitions- lücke bei Staat und Privaten in Höhe von 80 Milliarden Euro. Gleichwohl bleiben gute Rahmenbedingungen, Bürokratieabbau, finanzierungsneut- rale Besteuerung, Fachkräftesicherung sowie eine verlässliche Energiepolitik das A und O für mehr Investitionen. zuwanderung ermöglichen nicht abschieben überschüsse nutzen mehr investieren Das war knapp. fast hätte die Bun- despolitik der Schwarmfinanzie- rung den garaus gemacht. Doch der DIHK hat aufgepasst. Schwarmfinanzierung oder Crowd- funding, also das Einsammeln vieler kleiner Beträge über das Netz, ge- winnt gerade für innovative Unter- nehmen immer mehr an Bedeutung. Das Kleinanlegerschutzgesetz der Re- gierung hätte jedoch schnell das Ende für diesen Markt bedeuten können, etwa durch das geplante Werbever- bot im Internet. Der DIHK hatte bei Bundesfinanzministerium und Parla- ment vor einer Beschädigung dieses Instruments gewarnt. Auf den letzten Metern hat der Finanzausschuss das Gesetz nun schließlich noch bei zent- ralen Streitpunkten korrigiert. So wur- de das Werbeverbot wieder zurück- genommen, und Anleger müssen die Produktinformationen auch nicht, wie zunächst geplant, ausdrucken, hän- disch unterschreiben und dann per Post zurückschicken. Schwarmfinanzierungen nachteile abgewendet Foto:Freshidea-Fotolia.com

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