Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

WNA Juni 2015

Wirtschaft Neckar-Alb | Juni 2015 33IHK-Report | Die IHK-Vollversammlung spricht sich einmütig für das Freihandels- abkommen TTIP der EU mit den USA aus. Die Mitglieder des Gremi- ums betonten zugleich: Bestehen- de Sozial- oder Umweltstandards müssen gewahrt werden. Die Vollversammlung wies in ihrem Beschluss auf den gesamtwirtschaftli- chen Nutzen von TTIP hin. Das Ab- kommen soll neben dem Abbau von Zöllen die gegenseitige Harmonisie- rung und Anerkennung von Normen, Standards und Zertifizierungen vor- sehen. Sollte dies gelingen, erleichtert sich der Zugang heimischer Waren in den wichtigen US-amerikanischen Markt. Bisher behindern Bürokratie und komplexe Anforderungen an Wa- renlieferungen eine weitere Intensivie- rung des Handels. Nach Berechnungen verteuert sich jedes Exportgut aus Deutschland in die USA derzeit um etwa zehn Pro- zent. Unternehmen, die in die USA liefern wollen, müssen ihre Produkte faktisch in zwei Varianten vorhalten, erläutert IHK-Präsident Christian O. Erbe. „Kleine und mittlere Betriebe können das derzeit in der Regel nicht. Dem entsprechend haben sie keine Chancen, den US-Markt für sich zu gewinnen.“ Die USA sind derzeit der wichtigste Markt für Exporte aus Ba- den-Württemberg. 2014 wurden Wa- ren im Wert von über 21 Milliarden Euro über den Atlantik geliefert. „Was wird wie besprochen?“ Die Vollversammlung diskutierte be- reits zum zweiten Mal über das Frei- handelsabkommen und setzte sich insbesondere mit Vorbehalten und Be- denken gegen ein mögliches Abkom- men auseinander. In der Abwägung von Vorteilen und Gegenargumenten war das Votum der Mitglieder letztlich eindeutig. Mit Blick auf die laufenden Verhandlungen fordert das Gremium von der EU-Kommission ein Höchst- maß an Transparenz. „Die Öffentlichkeit muss möglichst umfassend erfahren, was wie bespro- chen wird, auch um die Ängste zu zerstreuen und eine fundierte Mei- nungsbildung zu ermöglichen“, so Erbe. Aus seiner Sicht ist die derzeitige öffentliche Debatte wichtig. Der IHK- Präsident wünscht sich jedoch mehr Wahrnehmung der Chancen. „Es wird nur über Einzelaspekte und leider sehr verengt diskutiert.“ Dabei sind auch die Befürworter von TTIP keinesfalls für eine Absenkung der hohen euro- päischen Verbraucherschutz-, Um- welt- oder Sozialstandards, betonte die IHK-Vollversammlung. IHK-SErVIcE Martin Fahling, 07121 201-186, fahling@reutlingen.ihk.de IHK: Kein Abbau von Standards, mehr Transparenz Vollversammlung ist für TTIP IHK-Positionen zu TTIP www.ihkrt.de/ttip Verkehrsleitbild Bei der letzten Sitzung der Vollver- sammlung vor der Neukonstituierung im Juli, beschloss das Gremium eine weiter entwickelte Auflage des „Leit- bilds Verkehr“. Das Arbeitspapier stellt auf 23 Seiten alle wesentlichen For- derungen der regionalen Wirtschaft rund um die Verkehrsinfrastruktur zusammen. Es ist online auf www.ih- krt.de/verkehrsinfrastruktur abrufbar. Schülerforschungszentrum Die Vollversammlung entschied den Aufbau des Schülerforschungszent- rums, das sich neu in Reutlingen an- siedelt, zu unterstützen. „Das Schü- lerforschungszentrum ist wichtig, weil wir Schülerinnen und Schülern helfen, sich mit technischen und naturwis- senschaftlichen Fragestellungen aus- einanderzusetzen“, so IHK-Präsident Erbe. Außerdem ergänzt das neue Zentrum die bereits bestehenden Ak- tivitäten der IHK, insbesondere das „Haus der kleinen Forscher“ in Kin- dergärten und das Projekt „MINT- Kids“ an Grundschulen. Lehrwerkstatt, Myanmar, Gründung Außerdem gab das Gremium ein Zu- kunftskonzept für die Weiterentwick- lung der Lehrwerkstatt in Albstadt in Auftrag und brachte eine Kooperation der IHK mit dem südostasiatischen Myanmar auf den Weg. Mit Blick auf die ersten Sitzungen der neuen Voll- versammlung hat sie das Management der IHK beauftragt, einen Maßnah- menplan für zusätzliche Aktivitäten im Bereich von Gründung und Entre- preneurship zu entwickeln. Sitzung der Vollversammlung Weitere Beschlüsse Martin Fahling, 07121201-186,

Übersicht