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WNA Juni 2015

www.wirtschaft-neckar-alb.de 32 | IHK-Report Die Vollversammlung der IHK Reut- lingen spricht sich dafür aus, Mi- granten einen besseren Zugang zum deutschen Arbeits- und Aus- bildungsmarkt zu verschaffen. Laut IHK-Prognose werden im Jahr 2030 in der Region Neckar-Alb 20.000 Fachkräfte fehlen. Der bevorstehende Mangel ist aus Sicht der Vollversamm- lung, dem Parlament der Unternehmerinnen und Unternehmer, nur abzumildern, wenn es gelingt mehr Fachkräf- te aus dem Ausland und vor allem von außerhalb der EU zu gewinnen. „Wir müssen unsere aus- ländischen Mitbürger besser integrie- ren und das geht in erster Linie über die Sprache“, sagte IHK-Präsident Christian O. Erbe. Dazu bedarf es aus Sicht der Wirtschaft zusätzlicher Sprach-Förderprogramme sowie die Möglichkeit, Asylbewerber deutlich früher an Deutschkursen teilnehmen zu lassen. Ausbildung erleichtern Daneben muss der Arbeitsmarkt ge- öffnet werden. Das gilt für die beste- hende Liste der Mängelberufe sowie die bisherige Einkom- mensgrenze für die so genannte „Bluecard“, die derzeit bei 47.600 Euro Bruttojahresein- kommen liegt. Ferner sollten junge Zuwanderer leichter eine Ausbildung beginnen können und ge- duldete Asylbewerber die Chance er- halten, nach ihrer Lehre mindestens zwei Jahre in ihrem Ausbildungsbe- trieb weiter zu arbeiten. Klare Kriterien Insgesamt muss aus Sicht der regiona- len Wirtschaft ein Zuwanderungssys- tem etabliert werden, um Deutschland gerade für Fachkräfte aus Nicht-EU- Ländern attraktiver zu machen. Ein solches System sollte auf Kriterien wie Qualifikation, Berufserfahrung, Alter und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt basieren. „Mit dem Welcome-Center haben wir eine Anlaufstelle aufge- baut, die bei der Zuwanderung wich- tige Mithilfe leisten kann“, sagt IHK- Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp. Das Welcome-Center besteht seit Mitte 2014 in der IHK und ist Anlauf- stelle für ausländische Fachkräfte und ihre Familien. IHK-SERVIcE Dr. Wolfgang Epp, 07121 201-260, epp@reutlingen.ihk.de Integrieren geht vor allem über die Sprache. IHK-Vollversammlung für offenen Arbeitsmarkt Ja zum Zuwanderungssystem Die letzte Sitzung der Vollversammlung in der zu Ende gehenden Wahlperiode. Das Gremium diskutiert unter anderem über über Zuwanderung und TTIP. Dr. Wolfgang Epp, 07121201-260,

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