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WNA Juni 2015

Wirtschaft Neckar-Alb | März 2012 25Titelthema | „Im November 2014 fragte die IHK, ob ich Interesse an Fördermitteln hätte“ – und die IHK half auch mit, den Antrag an das Land auszufertigen. Bei der Technicum GmbH in Bochum ließ Caps Muster herstellen, das Na- turwissenschaftliche und Medizini- sche Institut in Reutlingen (NMI) prüfte die Qualität des Produkts, bei- spielweise darauf- hin, ob die Brandschutzklasse stimmt oder die metallische Beschichtung den Raum abhörsicher macht. Denn das Produkt kann sowohl für Wand- verkleidungen als auch dekorative Zwecke wie Möbel verwendet wer- den. „Ich habe bereits Möbelhäuser angesprochen, und die haben Interes- se bekundet.“ Ansonsten gilt es, „die Klientel für metallisierte Substitute zu interessieren“. Mille Fiabe heißt übersetzt Tausend Märchen. Im Jahre 2011 gründete Ka- trin Ruoffner, 36, die Marke, die für die Kon- zeption und manuelle Anfertigung künstlerisch inspirierter Designob- jekte im exklusiven Interior steht. An der Reutlinger Hochschule hat Ruoff- ner Textildesign studiert und dem Dipl.-Ing. noch den Master drauf- gesetzt. Exklusi- vität ist ihr Markenzeichen, mit dem sie zuvor im Color & Trim Design der Automobilindustrie, zuletzt bei der Marke Bugatti, reüssierte. Unterstützung für Kreative Doch stärker als das sichere Gehalt erwies sich die Idee: Geschichten und Inszenierungen als Dioramen auf hochwertige Lifestyle-Produkte zu übertragen. In ihrer Tübinger Manu- faktur werden die filigranen Elemen- te, geschliffenes Echtglas, gebürsteter Edelstahl, Weißglasspiegel, facettierte K r i s t a l l - glas-Steine und Miniatur-Figuren im Maßstab 1 zu 87 von Hand veredelt und zu Wohnschmuck zusammengefügt. Ruoffner profitiert von einem mit 5.000 Euro dotierten Innovationsgut- schein C für kreative Leistungen und den Innovationsgutscheinen A und B für wissenschaftliche Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten mit zu- sammen 7.500 Euro. Die sich daraus ergebende Zusammenarbeit mit dem NMI in Reutlingen und dem Fraunho- fer IPA Stuttgart hat mittlerweile reife Früchte getragen. Gilt es beim NMI unter anderem, optimale Fügetechni- ken zu entwickeln, liegt der Schwer- punkt beim Fraunhofer-Institut auf optimalen Arbeitsabläufen. „Mille Fiabe profitiert sehr von dieser tollen Zusammenarbeit.“ So geht es, wenn man die Forschung mit einbezieht. Von links: Matthias Conzelmann mit BHs, Joachim Caps mit metallisierten Holzfaserplatten und ein Objekt mit dem Titel „Begegnungen“ von Katrin Ruoffner. Fotos: Steinhilber und PR. Ohne Forschungsarbeit wäre die Weiterentwicklung nicht möglich gewesen.

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