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WNA Juni 2015

24 www.wirtschaft-neckar-alb.de | Titelthema Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten Drei Wege zum Erfolg Nichtvergilbende BH-Schalen, me- tallisierte Holzplatten, hochwer- tige Designobjekte: Drei Firmen, drei Projekte, die so gar nichts miteinander zu tun haben und sich doch ähnlich sind. Alle drei entwickeln dank staatlicher För- derung mit Forschungsinstituten neue Produktionsverfahren und Produkte. Die Karl Conzelmann GmbH & Co. KG in Albstadt hat sich als eingeses- sener Familienbetrieb auf Damenwä- sche spezialisiert. Ihre Hauptmarke „Nina von C.“ wird von 125 Mitar- beitern in Tailfingen designt, gestrickt und zugeschnitten, in Portugal von 65 und in Rumänien von 80 Beschäftigen konfektioniert. Mit 20 Millionen Euro Umsatz jährlich hat sich das Unter- nehmen fest auf dem europäischen Markt etabliert. Mit modischen und technischen Innovationen soll die Po- sition ausgebaut werden. Dazu kann ein vom Bund aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mit- telstand (ZIM) gefördertes Projekt bei- tragen, mit dessen Hilfe sich die Qua- lität von BH-Schalen verbessern lässt. Gefüttert mit Polyurethanschaum, vergilben sie nach einer gewissen Zeit. Dies abzustellen hat sich Geschäfts- führer Matthias Conzelmann, 41, nach einem Vortrag über Faserver- bundstoffe an der Reutlinger Hoch- schule vorgenommen – und in die Tat umgesetzt. „Wir stehen kurz vor dem Durchbruch“, stellt er fest, und lobt das Kooperationsprojekt, das er mit der Karlsruher Fiber-Engineering und dem Reutlinger Research Insti- tute (RRI) angestoßen hat. Faserver- bundstoffe statt PU-Schaum: Darum geht’s. Ziemlich rasch hat man Proto- typen entworfen. Waschbeständig ist der neue BH-Typ schon. „Jetzt geht es noch um Verarbeitung, Optik und Haptik.“ Läuft alles optimal, könnten die ersten PU-Schaum-freien BHs 2017 ausgeliefert werden. Die Joachim Caps Oberflächentechnik e. K. in Reutlingen profitiert von einem mit 3.200 Euro dotierten Innovati- ongutschein des Landes Baden-Würt- temberg. Der gelernte Industriekauf- mann Caps, 52, hat sich vor 13 Jahren selbstständig gemacht. Als Spezialist für Oberflächentechnik gehört in das Produktportfolio alles Metallische, das sich elektrostatisch beschichten lässt, darunter Maschinenverkleidungen, Kranfahrerkabinen und Bereiche im Messebau. Aus Gedanken in die Umsetzung Künftig wird Caps auch mitteldich- te Holzfaserplatten mit metallischem Glanz versehen, was ohne Forschungs- arbeit so nicht möglich gewesen wäre. Den Gedanken wälzte er schon länger. Dass er nun in die Tat umgesetzt wird, verdankt er auch der IHK Reutlingen.

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