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WNA Juni 2015

Wirtschaft Neckar-Alb | März 2012 21Titelthema | IHK-SERVICE Fragen zum Thema beantwortet Dr. Stefan Engelhard, Bereichsleiter Innovation und Umwelt Telefon: 07121 201-119 E-Mail: engelhard@reutlingen.ihk.de Nützliche Links www.reutlingen.ihk.de/innovation www.innovationstage.de bracht werden, wie WNA ab Seite 26 berichtet. An Ideen mangelt es nicht, wie auch IHK-Untersuchungen immer wieder zu Tage fördern. Demnach haben zwei Drittel der kleinen und mittleren Fir- men Ideen in der Schublade, die viel versprechend sind. Gleichwohl: In der Schublade bleiben sie, weil die Zeit fehlt – und vielleicht auch der Mut, einen Partner ins Boot zu holen. IHK- Präsident Christian O. Erbe warnte erst kürzlich, dass die Innovationskraft heimischer Firmen nachlasse. Diesen Trend belegt auch das re- nommierte Zentrum für Europäische Wirtschaft. Die Innovationsausgaben der Wirtschaft steigen an, weil vor al- lem die ganz Großen viel investieren. Die kleinen und mittleren Unterneh- men dagegen ziehen sich zurück: Von 47 Prozent im Jahr 2008 ist die Zahl derer, die an Innovationen arbeiten, auf zuletzt 37 Prozent gesunken. Dazu kommt: Große Firmen nutzen ihre Finanzkraft immer häufiger, um sich an kleinen, innovativen Firmen zu beteiligen, sie gleich zu kaufen, oder eigene Startups zu gründen. Sie sichern sich so den Zugriff auf neue Entwicklungen. „Wir sehen mit Sorge, dass unsere kleinen Betriebe immer mehr in die Rolle der verlängerten Werkbank für Innovationen gedrängt werden“, sagt Dr. Stefan Engelhard, Bereichsleiter Innovation und Um- welt bei der IHK. Richtig anpacken Dabei lassen sich Kooperationen mit wissenschaftlichen Einrichtungen gut aufbauen, wenn man es mit Plan an- geht und richtig anpackt. Was Firmen zunächst brau- chen, ist der pas- sende Partner. Wer nicht weiß, wie er ihn findet, kann die IHK einschal- ten. Das dortige Institut für Wissensmanagement und Wissenstransfer kennt die heimische Szene gut und hat die nötigen Kontak- te. Die Broschüre „Top-Wissenschaft Neckar-Alb“ hilft zudem allen, die sich zum Einstieg einen Überblick verschaffen wollen. Sie kann über den IHK-Online-Shop bezogen werden. Eine gute Möglichkeit zum Kontakten liefern auch die diesjährigen Innova- tionstage in Tübingen vom 7. bis 17. Juli. Sie stellen diesmal Zukunftstech- nologien in den Mittelpunkt und sind traditionell Treffpunkt vieler Unter- nehmer und Wissenschaftler. Finanzielle Förderung Unternehmen, die das Risiko einer Innovationsentwicklung scheuen, können für den Start eine finanziel- le Förderung ins Auge fassen. Über das „Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM) des Bundeswirt- schaftsministeriums oder die Inno- vationsgutscheine des Landes kön- nen gerade kleine Betriebe Förder- mittel beantragen. Bei beiden Pro- grammen hilft die IHK bei der Antragstellung. In der letzten Förderperiode von 2008 bis 2014 kamen allein durch ZIM für über 400 bewilligte Anträge über 50 Mil- lionen Euro an Fördermitteln in die Landkreise Reutlingen, Tübingen und Zollernalb. 20 Prozent der Mittel flos- sen an Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern. Es wird groß, aber es dauert Zu den Erfolgsfaktoren guter Koope- ration zwischen Wirtschaft und Wis- senschaft gehört auch dies: Eine gute Projektplanung, ein gemeinsames Ver- ständnis vom Markt und nicht zuletzt Frustrationstoleranz, wenn es nicht gleich klappt. Oder wie es Stefan Hoff- mann von HPM im Gespräch auf den Punkt brachte: „Wir denken, das wird groß. Aber es dauert.“ „Kleine Betriebe werden in die Rolle der verlängerten Werkbank für Innovationen gedrängt.“ Telefon: 07121201-119

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