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WNA Juni 2015

14 www.wirtschaft-neckar-alb.de | Aktuelles KULTUR-STENO +++ Comedy: Christoph Sieber „Alles ist nie genug“ – 10. Juni – Kino Waldhorn Rottenburg +++ Lesebühne: Hell- muth Karasek„Das finde ich aber gar nicht komisch“ – 10. Juni – Osiander Reutlingen +++ Musik: Erika Stucky (CH) – 11. Juni – franz.K Reutlingen +++ Freiluft: Konstantin Wecker – 12. Juni – Naturtheater Reutlingen +++ Musik: Ela- iza – 12. Juni – Wimsener Kulturmühle +++ Freiluft: Tingvall Trio – 13. Juni – Sudhaus Waldbühne Tübingen +++ Co- medy: MarkBritton „OhneSexgeht’s auch (nicht)“ – 13. Juni – K3 Winterlingen +++ Comedy: GlasBlasSing Quintett – 14. Juni –Stadthalle Hechingen +++ Freiluft: Bang your head!-Festival – 16. bis 18. Juni – Messegelände Balingen Bob Dylan in Tübingen ist das Kon- zertevent des Sommers. Der wohl heißere Act kommt nach Reut- lingen: Bassekou Kouyaté. Der „Prince of strings“ aus Mali hat ein urtraditionelles Volksinstrument elektrifiziert und belebt die Rock- szene gerade neu. Tja. Gut, er ist kein Folk-Judas, bricht kein repressives Klima auf und ver- kündet kein neues Rock-Evange- lium, wie Dylan einst in Newport. Dennoch bringt Bassekou Koyua- té verdammt frischen Wind in die Musikszene. Er wird von legen- dären Grunge-Labels wie Subpop und Glitterhouse produziert, hat mit Musikern von Youssou N’Dour, Béla Fleck bis Santana gespielt und gilt als derzeit heißester Rock- Act Afrikas. Rock, nicht Weltmusik. Und das alles wegen der Ngoni. Die afrikanische Laute, die in den Händen des baumlangen Musikers aussieht wie ein Spielzeugboot, hat eine tausendjährige Tradition. Ebenso wie die Griots. Die Bar- denfamilien Malis nutzen sie, um Geschichten zu archivieren und die Gegenwart zu kommentieren. Kouyaté stammt von der ältesten ab. Und ist der erste Griot, der die- sen Kontext nun erweitert, der Sex und Protest hüpfend und rumpelnd hereingelassen hat. Mit Strom und Wah-Wah-Pedal. Diesen silbrig wüsten Sound hat er zum Ngoni- Ensemble ausgebaut. Ein paar Ka- lebassen und Sänger ergänzen das Ganze. Eine Mischung aus Rockor- chester und Gospelchor, zwischen Eleganz und Ausbruch pendelnd, wo die Rhythmen schleudern wie eine volle Waschmaschine. Auch das aktuelle vierte Album „Ba Po- wer“ zeigt in dieser Hinsicht kei- nerlei Verschleißerscheinung oder westliches Make-up. Im Gegenteil: Der malische Saitenvirtuose ist in allen magischen Grooves zuhause. Er pflegt seine Wurzeln, hat seinen Hendrix oder Prince aber genauso aufgesaugt. Nur in Brand gesetzt hat er das Holzteil noch nicht. The times they are-a-changin’. Am 12. Juni im franz.K Reutlingen. Afro-Rock Heiße Kiste Foto:PR

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