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WNA Juni 2015

12 www.wirtschaft-neckar-alb.de | Aktuelles Freizeitwirtschaft Das Geschäft mit der Saison Sie müssen ran, wenn andere Spaß haben. Und zwar den ganzen Som- mer lang: Betreiber von Freizeit- attraktionen. Von April bis Oktober geht’s rund im „Traumland“ auf der Bärenhöhle bei Sonnenbühl. Für Hans Ulrich Lucz- ak und Ines Ehe, Geschäftsführer des Freizeitparks, für 120 Mitarbeiter und natürlich für die vielen kleinen Besu- cher. „Unser Angebot richtet sich an Familien mit eher jüngeren Kindern“, sagt Ines Ehe, „Fahrgeschäfte, Strei- chelzoo und Spielplätze sind für das gemeinsame Erlebnis ausgerichtet. Gemütlich und vergnüglich soll es zu- gehen.“ Das kommt an: Von Stuttgart bis an den Bodensee reicht das Ein- zugsgebiet des Parks. Klassiker wie das Riesenrad, bei guter Sicht mit Blick zu den Alpen, oder die „Marienkäferbahn“, eine entschärfte Achterbahn, sind immer noch sehr beliebt. Und auch für die ganz Kleinen hat der Märchenwald an Zauber nicht verloren. Trotzdem: Fast jedes Jahr muss eine neue Attraktion angeboten werden. „Das erwarten die Besucher“, meint Ines Ehe. Im letzten Jahr war es die Wildwasserbahn, diesen Sommer soll der neu eröffnete Kletterspielplatz für Besucher sorgen. Allen Neuheiten zum Trotz: „Wenn das Wetter nicht mitspielt, ist mitunter die ganze Saison kaputt. In zweiter Generation betrei- ben Luczak und Ehe den Freizeitpark auf der Schwäbischen Alb, der seit über 40 Jahren Bestand hat. „Im Winter haben wir nur fünf Mitarbeiter. Für die Buchhaltung, zum Renovieren und Sanieren.“ Und ein wenig Zeit ha- ben sie, nach sieben Monaten Freizeit- stress. Möglichst schwindelfrei sollte man beim Erklimmen der alten Buchen im Kletterpark Waldheim bei Albstadt- Ebingen sein. Bis zu 20 Meter über dem Boden führen die Parcours im Hochseilgarten – natürlich nur mit Helm, Gurt und Seil. „Sicherheit hat oberste Priorität“, sagt Philipp Bacher, Geschäftsführer des Kletterparks, „seit der Gründung in 2010 ist noch kein Unfall passiert.“ Das 25-köpfige Team bestehend aus Kletterlehrern, Sport- lehrern und Erlebnispädagogen wird jährlich geschult, dass den Wipfelstür- mern kein harter Fall droht. Klettern ist im Trend, das merkt auch Philipp Bacher bei den Besucherzah- len. „Seit dem ersten Tag läuft es gut“, so der Unternehmer, „tendenziell wird mehr Geld in Freizeit investiert und viele kommen im Alltag nicht in die Natur raus. Da werden solche Ange- bote immer wichtiger.“ Ob Schulklas- sen, Familien oder junge Leute: Alle haben Spaß an der actionreichen Be- wegung. „Der älteste Kletterer war sogar 87“, erzählt Bacher. Verstärkt wird der Klettersport auch als Teambuilding-Maßnahme genutzt. „Im Oktober schicken viele Firmen die neuen Azubis. Bei uns ist Klettern ein Teamsport, Vertrauen, Motivation, Kommunikation und Gruppengefühl werden so gefestigt.“ Aber auch die eigenen Grenzen können so getestet oder überschritten werden. Selbst für Manger gibt es spezielle Seminare in luftigen Höhen. „Vor allem wollen wir aber Freude an diesem tollen Sport und der wunderschönen Natur ver- mitteln“, sagt der passionierte Kletterer Bacher. Ob hoch hinaus an Seilen wie im Kletterpark Waldheim und schnell hinunter mit der Wild- wasserbahn wie im Freizeitpark Traumland: In der Region ist im Sommer etwas geboten. Fotos: PR „Tendenziell wird mehr Geld in die Frei- zeit investiert.“

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